Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat in einem Mahheimer Kino eine Abfilmerin von aktuellen Kinofilmen feststellen können. Diese wurde durch die Polizei festgenommen, und für weitere Ermittlungen aufs Revier gebracht.

[caption id="attachment_8923" align="alignleft" width="156"]Die reflektieren Teile der Kamera wurden abgedeckt oder abgeschliffen. (Quelle: GVU) Die reflektieren Teile der Kamera wurden abgedeckt oder abgeschliffen. (Quelle: GVU)[/caption]

Die GVU hat in einem Mannheimer Kino eine Besucherin observiert, und beim Abfilmen von Wolverine: Weg des Kriegers auf frischer Tat ertappt. Nach rund 1,5 Stunden wurde die Besucherin durch Polizei und einen Kinomitarbeiter aus dem Saal geführt. Sie wurde zur weiteren Klärung des Sachverhalts auf das nächste Polizeirevier gebracht.

Die GVU hatte schon länger eine Personengruppe im Visier. Am Mittwoch den 24. Juli 2013 wurde dann eine Besucherin ertappt. In einer Stellungnahme schreibt die Gesellschaft: "Drei GVU-Mitarbeiter observierten in dem Lichtspieltheatergezielt." Alle reflektierenden Teile der Kamera waren bedeckt oder abgeschliffen, so die GVU. In den vergangenen Jahren wurde durch die Gruppe, in der die Frau Mitglied zu sein scheint, Filmmaterial von vier großen Titeln über das Internet verbreitet.

Aufmerksam wurde die GVU auf dieses Kino durch den Einsatz von forensischen Markierungen in den Filmen, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. In den online bereit verfügbaren Materialien wurden diese Markierungen gefunden. Nach Auskunft der GVU versorgte die Mannheimer Gruppe anderen Release-Gruppen, die aus dem Filmmitschnitt zusammen mit der Tonspur einen neuen Schnitt erstellen. Im Jahr 2012 wurde nach GVU-Angaben auf diese Weise nur ein Film in Deutschland abgefilmt. In diesem Jahr waren es bereits elf.



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Sebastian Siepmann