Ein Mord in einer Kleinstadt. Die Mörderin wurde nie gefasst. Was brauch es mehr, für einen Thriller von Mark Tonderai? Eine ausgeklügelte Story...

Elissa (Jennifer Lawrence) und ihre frisch geschiedene Mutter Sarah (Elisabeth Shue) sind gerade in ein Traumhaus in einer beschaulichen Kleinstadt gezogen und freuen sich über den Neuanfang. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass der Ort ein düsteres Geheimnis birgt. Jahre zuvor hat im Nachbarhaus ein Mädchen seine Eltern getötet und verschwand anschließend spurlos. Zurück blieb nur der Bruder, Ryan (Max Thieriot). Gegen den Willen Sarahs beginnt Elissa eine Beziehung zu dem zurückgezogen lebenden Ryan und je näher sie sich kommen, desto mehr mysteriöse Details offenbaren sich. Tiefer und tiefer geraten alle Beteiligten in ein abgründiges Geheimnis, das sich als weitaus gefährlicher entpuppt, als sie sich jemals vorgestellt hätten...

Kritik

Die Karriere der Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence nahm in der letzten  Zeit erstaunliche Sprünge an. Eine beeindruckende Rolle spielte sie in Winter's Bone, oder im großen Durchbruch bei Die Tribute von Panem. Noch bevor sie dort nur an eine Rolle dachte, spielte sie ihre Paraderolle, die Teenagerin, die mehr als nur das ist.

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Nachdem Elissa (Jennifer Lawrence) mit ihrer Mutter Sarah (Elisabeth Shue) von Chicago aufs Land zieht, findet sie recht schnell Anschluss an die anderen Jugendlichen in der Nähe. Als einer dieser Jugendlichen auf einer Party aufdringlich wird, und Elissa bedrängt, sucht diese das Weite und läuft nach Hause. Auf dem mehrere Kilometer langen Marsch, wird sie von ihrem Nachbarn Ryan (Max Thieriot) aufgegriffen, der im "House at the End of the Street" wohnt. Ryans Schwester hat vor einigen Jahren die Eltern der beiden Geschwister umgebracht, er möchte jedoch dort nicht weg ziehen, gilt deshalb im Ort als Sonderling, als Freak. Zwischen Elissa und dem eher zurückhaltenden Ryan entwickelt sich eine Freundschaft, die schnell zu mehr als nur dem wird.

Der Film beginnt mit dem Mord an den Eltern, inszeniert aus der Sicht eines Kindermordes. Die Augen mit den Haaren verdeckt, die Bilder verschwimmend, wie bei japanischen Horrorklassikern. Spitzer und aufdringlicher geht es kaum. Umso spannender die Umsetzung des Ryan, dessen verletzte Seele erst zum Ende hin, wieder sehr aufdringlich und überspitzt dargestellt wird.



Über den Autor

Sebastian Siepmann