A-capella ist langweilig und gehört nicht ins Kino und auf eine DVD. Falsch! Der Film Pitch Perfect beweist genau das Gegenteil. A-capella gehört einfach auf die Scheibe. Und wir sagen euch auch warum!

Pitch Perfect - Hauptplakat

Beca (Anna Kendrick) lässt sich viel lieber von der Musik aus ihren Kopfhörern berieseln, als ihren Mitmenschen zuzuhören. Doch schließlich landet sie – nicht ganz freiwillig – in der Mädchen-Gesangsgruppe The Bellas. Und in dieser wild zusammengewürfelten Truppe aus total verrückten Mädchen entdeckt Beca plötzlich, dass sie tatsächlich singen kann. Mehr noch: Es dauert nicht lange, da hat Beca aus dem wenig spektakulären Ensemble eine fetzige Band mit supercoolem Song-Repertoire gemacht. Durch den rasant ansteigenden Spaß-Faktor haben Beca und die Girls sogar den Mut, die Jungs an ihrem College zu einem Wettbewerb herauszufordern. Und spätestens beim mitreißenden Performance-Showdown wissen wir: Es kann nur einen Champion geben…

Kritik:

Musik gehört nicht in einen Film, mögen die einen sagen. Doch genau da gehört sie hin. Sogar auch wenn man die reine Filmmusik ausnimmt. Ein Film über Musik ist etwas, was einen mitreißt. Die Mash-Ups in Pitch Perfect sind eine klasse Sache, wenn man ein wahrer Musikfan ist. Die im Film als Streber geltenden Sänger werden zu echten Stars, obwohl sie "nur" a-capella singen. Ein Genre, was es doch wahrhaftig in sich hat.

Beca (Anna Kendrick) in Pitch Perfect.Regisseur Jason Moore folgt mit seinem kleinen High-School-Musical den Vorgaben eines typischen Teenie-Highschool-Musik-Films, setzt an passenden Stellen jedoch immer wieder Highlights, die den Film auflockern und nicht zu langweilig wirken lassen. Die Tanz- und Gesangseinlagen sind an den richtigen Stellen gesetzt und reißen jeden Zuschauer, der etwas von Musik versteht mit.

Auch der Humor kommt in Pitch Perfect nicht zu kurz. Fat Amy (Rebel Wilson) verspottet sich zum richtigen Zeitpunkt gerne selber und lässt dabei keine Möglichkeit aus. Anschläge durch fliegende Burritos gehören ebenso dazu wie ihr ungepflegtes Auftreten. Durch ihren Witz, jedoch auch durch ihre körperlichen Ausmaße stellt sie die eigentliche Protagonisten Beca (Anna Kendrick).

Diese spielt eine super Rolle. Anfangs schüchtern, einzelgängerisch und nur auf ihren Traum bedacht, DJ in L.A. zu werden, wird sie im Laufe des Films zur "Leiterin" der Barden Bellas. Ihr Vater verspricht ihr die Kosten eines Umzugs zu übernehmen, wenn sie nur ein Jahr lang in einer Gruppierung der Universität bleibt und bringt sie somit auf ihre eigentliche Berufung. Das, was sie "eigentlich nicht kann" - singen.

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Fazit: 

Jason Moore bringt eine tolle, neue Musical-Komödie auf die Scheibe, die einen Blick wert ist. Die unerwarteten Ausflüge in humoristische Gebiete verleihen dem Film einige ungeahnte Wendungen. Unser Tipp: Ansehen!

Verkaufsstart der DVD und Blu-ray ist der 25. April 2013. Zu haben sind DVD und Blu-ray natürlich auch bei Amazon. Zudem empfehlen wir auch den Kauf des Soundtracks, der sich wirklich lohnt, wenn der Film gefällt.



Über den Autor

Sebastian Siepmann