Der Onlineradiosender 90elf.de verliert ab der nächsten Bundesligaspielzeit die Übertragungslizenz! Das bedeutet gleichzeitig das Aus des beliebten Fußballradios.

Das tut weh: Der erfolgreiche Sender 90elf verliert die Audioübertragungsrechte der 1. und 2. Bundesliga für die nächsten Spielzeiten an den Münchener TV-Sender Sport1. Die DFL hat die Audiorechte zur Übertragung vergeben und dabei der ARD und Sport1 die Rechte übertragen.

Der ARD bleibt damit die klassische Samstagskonferenz erhalten. Mit Sport1 überträgt ein neuer Dienstleister die Saisons im Web und auf mobilen Endgeräten.

Mit der Vergabe der Lizenzen ist es deshalb unklar, wie es mit dem beliebten Sender weitergehen wird. Auf der Facebookfanseite zeigen sich die Betreiber deutlich enttäuscht.

„Liebe Fußball-Fans, liebe Freunde von 90elf,
bitte entschuldigt, dass wir uns erst heute bei euch melden. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass wir erst mal einen Tag gebraucht haben, um die Nachricht des gestrigen Tages zu verdauen.
Wir ihr ja inzwischen wisst, haben wir uns mit 90elf bei der Ausschreibung der Audio-Verwertungsrechte an den Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga für die kommenden vier Spielzeiten nicht durchsetzen können. Darüber sind wir natürlich sehr traurig. Die Entscheidung tut uns vor allem sehr Leid für euch, unsere Hörer. Gemeinsam mit euch haben wir in den letzten Jahren ein tolles Fußball-Radio auf die Beine gestellt. Fakt ist aber auch: Ab der kommenden Saison dürfen wir die Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga nicht mehr übertragen.
Bis zum Ende der aktuellen Saison 2012/13 ändert sich aber nichts: ihr dürft euch auf alle Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga live und in voller Länge sowie die Spiele des DFB Pokals und ausgewählte Spiele der Europa und Champions League in der gewohnten Qualität und Professionalität des 90elf-Teams freuen. Im Namen der gesamten 90elf-Mannschaft: Danke für eure Unterstützung!!!“

Der Sender startete erst am 13. August 2008. Die Redaktion hofft, dass es mit dem Sender weitergeht. Das Projekt war in der Form nämlich einzigartig in Deutschland.



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Daniel Schmidt