Die Idee ist ganz einfach. Der Spieler bekommt ein Spiel kostenlos zur Verfügung gestellt, und kann dies so lange und oft spielen wie er möchte. Der einzige Unterscheid zu Vollpreisspielen: Wenn er gewinnen möchte, muss er zahlen. Ganz einfach eben.

Electronic Arts Geschäftsführer John Riccitiello hat sich auf einer Auktionärsversammlung zu der Zukunft von so genannten Free2Play-Games geäußert. Seiner Meinung nach, seien diese der Zukunft der weltweiten Gamesbranche. Die Absicht ist folgende: Der Spieler bekommt das Spiel für kostenfrei (oder für wenig Geld) zum Spielen in die Hand. Er kann Spielen so oft und so lange er möchte. Doch wenn er größeres im Spiel erreichen will (schnellerer Levelaufstieg, mehr Geld etc.) muss er Geld bezahlen.

Bei den Transaktionen werden häufig kleine Spielereien für die Games bezogen, wie zum Beispiel eine besondere Farbe für den Charakter oder einen Begleiter. Doch immer häufiger werden auch nützliche Dinge angeboten, wie eine spielentscheidende Waffe. Aus diesem Grund werden diese Spiele von der Spielern auch abschätzig als Pay-and-Win-Games bezeichnet.

Angenommen, du spielst schon sechs Stunden lang Battlefield 3 und dir geht plötzlich die Munition aus. Wenn wir dich in diesem Moment um einen Dollar für das Nachladen beten würden, wärst du nicht besonders preisempfindlich.

Mit seiner Aussage bringt es Riccitiello auf einen Punkt, der für viele Spieler erschreckend nah ist. "Das Modell ‚erst spielen, dann zahlen' funktioniert, wenn sich Spieler in einen Titel vertiefen können.", so der CEO weiter. "Wenn sie zehn, zwanzig, dreißig oder fünfzig Stunden mit einem Spiel verbringen können. Wenn sie bereits so lange spielen, haben sie bereits sehr viel investiert. Zu diesem Zeitpunkt kann die Bindung zum Spiel sehr hoch sein.".



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Sebastian Siepmann