Die Telekom erweitert ihr LTE Angebot auf immer mehr deutsche Städte. Neben Großen Metropolen wie Berlin, Köln und Hamburg ist das Highspeed-Netz auch schon in kleinen Enklaven wie etwa Velbert zu bestaunen. Doch welchen Grund sollte man haben, LTE zu nutzen, und vor allem womit?

Die Liste der Städte, die nun mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz LTE (Long Term Evolution) ausgestattet sind, wächst und wächst. Bisher sind 50 deutsche Städte mit dem Mobilfunknetz der vierten Generation ausgestattet, größtenteils Großstädte, jedoch auch kleinere wie Velbert in NRW.

Unter den optimalsten Bedingungen sind bei LTE Geschwindigkeiten bis zu 100MBit/s möglich. Zu diesen optimalen Bedingungen zählen zum Beispiel die Anzahl der verbundenen Nutzer innerhalb einer Mobilfunkzelle oder der Radius dieser Zelle. Die 100MBit/s einer einzelnen Zelle werden so unter allen verbundenen Nutzern aufgeteilt. In ländlichen Gebieten können die maximalen Geschwindigkeiten zudem auf keinen Fall erreicht werden. Dies hängt mit der Größe der Zelle zusammen. Dort wird die Mobilfunkfrequenz von 800 MHz benutzt, welche eine doppelte Reichweite aufweist.

Telekom verschleudert Hardware

Während die Telekom deutschlandweit Millionen für den Ausbau des LTE Netzes ausgibt, wird in den Shops und über das Internet die passende Hardware zum Spottpreis verschleudert. Der Telekom Speedstick LTE ist für keine fünf Euro zu haben. Mit diesem surft der Laptop unterwegs mit oben genannter Geschwindigkeit. Doch es gibt einen anderen Haken. LTE kann in den Telekom Tarifen ausschließlich im Tarif Mobile Data XL eco verwendet werden. Dieser kostet schlappe 70 € pro Monat. Bei einem verwendeten Datenvolumen von mehr als 30 GB im Monat wird die Geschwindigkeit auf 64 kBit/s gedrosselt.

Neben der Telekom haben auch Vodafone sowie Telefonica (O2) Lizenzen für die 800 MHz-Frequenzen ergattert. Eplus muss es bei den Testläufen im 2600MHz-Band belassen, da vor zwei Jahren keine der begehrten Lizenzen erstanden wurde. Verkauft wurden diese direkt von der Bundesnetzagentur, und erbrachten einen Gewinn von 4,4 Milliarden Euro.

Mit dem geplanten LTE-Standard müssen sich die Netzbetreiber noch einige Zeit beschäftigen. Bis alles lauffähig und vor allem bezahlbar ist, werden wohl noch einige Monate ins Land ziehen müssen. Schade eigentlich. Wer möchte nicht, mit einen Geschwindigkeit von 100MBit/s mobil surfen? Anbieter von starken Netzen können sich meinetwegen auf den LTE-Ausbau konzentrieren. Doch leider gibt es noch immer Netzbetreiber, dessen Kunden immer und immer wieder Empfangsprobleme haben, und das sogar in Großstädten. Schade!



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Sebastian Siepmann