Es ist das Herzensprojekt des Dokumentarfilmers Marcus Vetter. Cinema Jenin begleitet die Aufbauarbeiten eines im Jahr 1987 geschlossenen Kinos in Mitten von Jenin, Palästina.

In "Das Herz von Jenin" schilderte Marcus Vetter die Geschichte des palästinensischen Vaters Ismail Khatib. Im Jahr 2005 verlor dieser seinen elfjährigen Sohn Ahmed, als dieser in einem Flüchtlingslager von einer Kugel der israelischen Armee getroffen wurde. Khatib entschloss sich, die Organe seines verstorbenen Kindes israelischen Kindern zu spenden, um die Spirale des Hasses zu brechen. Er wollte vor Ort dauerhaft etwas verändern und entschloss sich, ein verfallenes Kino wieder aufzubauen, das Cinema Jenin. Das Kino soll zum kulturellen Zentrum der Stadt werden.

Der Film schildert in einer Art Tagebuch das schwierige, aber schließlich erfolgreiche Projekt. Immer wieder fehlt das Geld, doch kommen mehr und mehr freiwillige Helfer nach Jenin. Im Dschungel von Bürokratie von Palästina müssen Misstrauen und Vorurteile überwunden werden, Rückschläge wegstecken und Geduld beweisen.

Cinema Jenin feierte am Donnerstag den 5. April im 2010 fertiggestellten Kino in Jenin Premiere. Auf dem Filmfest Münschen 2011 wurde dem Film unter Standing Ovations der Bernhard Wicki Filmpreis - Der Friedenspreis des Deutschen Films verliehen. Kinostart in Deutschland ist am 28. Juni 2012.

[toggle title="Trailer"][youtube id="DKV7DsrjrLg" width="600" height="350"][/toggle]



Über den Autor

Sebastian Siepmann