"Leutnant Harry Järv befehligt die Aufklärungs- und Kampftrupps des Infanterie-Regiments IR61. Immer wieder begeben er und seine Männer sich hinter die Frontlinie um geziehlt russische Posten zu überfallen. Sie sind sehr erfolgreich, doch der psychische Druck für Järvs Männer wird immer größer, nicht zuletzt, weil die Russen Scharfschützen gegen sie einsetzen."

Wer die Beschreibung soweit gelesen hat, sollte verstanden haben, dass dieser Kriegsfilm ausnahmsweise aus der Sicht der Achsenmächte ist. Allerdings verkneifen sich die Finnisch-, Schwedischen Truppen fast gänzlich Anspielungen auf das Dritte Reich oder die Nazis, man könnte also sagen, man sieht die Perspektive normaler Soldaten, die wie der Zufall so will auf der Seite der Achsenmächte stehen.

Die ganze Haupthandlung wird von einer Rahmenhandlung begleitet in der 2 finnische Veteranen von ihren Taten im 2. Weltkrieg berichten. Deshalb kommt es in der Haupthandlung immer wieder zu einer Voice-Over Erzählung, bei der Järv seine Erinnerungen schildert. Zu Beginn plätschert die Handlung so vor sich hin, mal sieht man die Soldaten um Järv die Gegend erkunden, dann kommt es mal zu einem kleinen Gefecht mit den Russen, im nächsten Moment sieht man wie die Soldaten ihre Freizeit verbringen, über ihre Zukunft nachdenken, Englisch lernen, die Stellung ausbauen oder Besuch vom Pfarrer bekommen. Zu der richtigen Action die man wahrscheinlich in einem Kriegsfilm sucht kommt es dann zum Schluss, als der Spähtrupp um Järv an die Front bei Tienhaara geschickt wird. In diesem Abschnitt steigt die Action noch einmal stark an und die Verluste auf beiden Seiten werden enorm hochgeschraubt.

Ein nettes, meist auflockerndes Mittel ist das Einblenden von echten Fotos und Kameraaufnahmen von dem echten Trupp IR61, die sehr professionell eingebunden werden. Ebenfalls kommt dem Film zu gute, dass die spärlich eingestreute Musik in den Momenten in denen sie eingespielt wird sehr treffend gewählt ist. Ein wenig tragische Musik in Form von Streichinstrumenten hier und ein wenig russich angedeutete Musik dort. Außerdem machen die fehlenden Dritte-Reich-Anspielungen die Protagonisten zu einem durchaus sympatischen Trupp.

4you2connect meint: Eine Empfehlung für jeden Fan von Kriegsfilmen, da er sehr neutral in der Gesinnung und spannend in der Handlung ist. Der eher seichte Anfang ist durchaus eine positive Abwechslung und macht das Ende nochmal so spannend.



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Gastuser