Bastian P., Chefprogrammierer der Streaming-Plattform kino.to muss trotz umfassenden Geständnisses für knappe vier Jahre hinter Gittern. Das Landgericht Leipzig sprach heute die Strafe in Höhe von drei Jahren und zehn Monaten aus.

Bastian P., der Chefprogrammierer der illegalen Streamingplattform kino.to wurde heute durch das Landgericht Leipzig zu knappen vier Jahren Haft verurteilt. Trotz eines umfassenden Geständnisses (siehe Artikel vom 21. März) wurde er zu gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung in 1.110.543 Fällen verurteilt. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Strafe in Höhe von vier Jahren und zwei Monaten. P. wurde durch die Anklageführer als "geistiger Vater, Schöpfer und Architekt" von kino.to sowie "Gott in der Programmierung" betitelt. P. sei nach dem Kopf von kino.to Dirk B. der am höchsten bezahlte Mitarbeiter des Portals.

Die Staatsanwalt betonte zudem: "Ohne das technische Können von Bastian P. wäre Kino.to überhaupt nicht entstanden." Die Seite kino.to war mindestens seit 2007 online und bot dem Besucher Filme und Serien an, die im Browser angesehen werden konnte. Diese wurden bei scheinbar unabhängigen Hostern verwaltet, die jedoch laut Staatsanwaltschaft ebenfalls durch kino.to gegründet wurden.



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Sebastian Siepmann