Youtube darf der Gema nicht mehr den Schwarzen Peter zuschieben

[caption id="" align="aligncenter" width="563"] Dieses Bild werden wir demnächst nicht mehr sehen, wenn es um gesperrte Videos geht.
Quelle: http://de.ign.com/pictures/articles/22420/255801.jpg[/caption]

 

Seit ein paar Jahren schon kämpfen Youtube und Gema  gegeneinader, wegen dem Copyright der Musikvideos. Die Gema verlangt von Youtube pro Abfruf eines Videos 0,4 Cent und genau da scheitert es bei dem Streit. Youtube willigt nicht ein, doch jetzt hat die Gema einen Teilerfolg, da diese Sperrtafeln die Gema dafür Schuld machen, die Videos nicht abrufen zu können. Die Gema begründet seinen Antrag damit, dass sie nicht die Videos sperren, sondern eben Youtube. Die Richter des Landgericht München I gewährten den Antrag. YouTube-Mutter Google will das Urteil genauer prüfen lassen und vielleicht in Berufung gehen.

Das Problem bei der Sperrtafel ist nicht nur die direkte Beschuldigung, sondern hört sich für den Durchschnitts-User an, als ob Gema die Musikrechte einräumen könnte. Mit dieser Aussage begründet er sein Urteil, aber nocht ist das Urteil nicht rechtskräftig. Wenn es rechtskräftig wird, müsste Youtube die Sperrtafeln ändern oder enfternen. Bei Zuwiderhandlungen gibt es für jeden einzelnen Fall eine Strafe von 250.000€.

Zuletzt waren die GEMA-Sperrhinweise im Zusammenhang mit den Protesten in der Ukraine in die Schlagzeilen geraten. Bild.de hatte gespottet: “Gema schaltet auf dem Maidan die Kameras ab”. Tatsächlich hatte aber Youtube den Livestream von den Demonstrationen in Kiew mit der Gema-Sperrtafel unterbrochen. Laut GEMA hat Bild inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Diese Sperrungen lassen sich über Proxy-Erweiterungen umgehen.

 

 



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Raoul Niebelung