Viel zu früh ist er von uns gegangen. Viele Visionen hätte er noch verwirklichen können. Im Alter von 56 Jahren erlag Steve Jobs in der Nacht seinem langjährigen Krebsleiden.

Überraschend kam für fast jeden am heutigen Morgen die Meldung über den plötzlichen Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56jährige erlag in den Nacht seinem langjährigen Krebsleider. Weltweit ist die Bestürzung über den unerwarteten Abschied des Mannes aus San Francisco groß. Auch Konkurrenten wie Samsung sind bestürzt: „Sein innovativer Geist und seine bemerkenswerten Errungenschaften werden den Menschen in aller Welt für immer im Gedächtnis bleiben.“ Jobs habe „zahlreiche revolutionäre Änderungen der Informationstechnologie-Industrie eingeführt“.

Sein Leben in Zahlen

Geboren wurde Jobs am 22. Februar 1955 in San Francisco. Seine Eltern, beide erst 23 Jahre alt und Studenten, konnten nicht für ihren Sohn sorgen. Er 30 Jahre nach seiner Geburt erfuhr er, dass Paul und Clara Jobs nicht seine biologischen Eltern sind. Im Jahr 1972 nahm er ein Studium in Cupertino, dem Firmensitz von Apple, auf, welches er jedoch nach nur einem Semester wieder abbrach.

Im Jahr 1974 lernte er seinen späteren Geschäftspartner Steve Wozniak kennen. Zwei Jahre später gründeten sie zusammen mit Ronald Wayne die Apple Computer Company in Palo Alto, Kalifornien, in der Garage von Jobs. Ihr erstes Produkt war der Apple I, dessen Prototyp in einem Holzgehäuse verbaut wurde. Im Jahr 1977 kam der Apple II auf den Markt, welcher Apple zu einem wichtigen Teilnehmer auf dem Heimcomputermarkt machte.

Der im Jahr 1980, nach dem Umfirmierung in eine Kapitalgesellschaft, präsentierte Apple III wurde nicht zum Erfolg. Am 9. Januar 1983 wird Jobs erstmalig in der NY Times erwähnt, da er sich für die Einführung von Computern in Schulen stark machte. 1984 stellte Apple den ersten Macintosh vor. Der erste Computer, der mit einer grafischen Oberfläche anstatt Kommandozeilen-Eingaben daher kam. Nach internen Machtkämpfen mit John Sculley, musste Jobs 1985 das von ihm gegründete Unternehmen verlassen.

Noch im selben Jahr gründete er die NeXT Inc. Apple CEO Sculley verklagte Jobs aufgrund der Annahme, er könnte Apple Technologie verwenden. Die Verhandlung endete mit einem Vergleich. Ein Jahr später gründete Jobs die Firma NeXT Computer. Die NeXT Workstation war anderen Computern am Markt weit voraus, erlangte jedoch nur Ruhm in wissenschaftlichen Kreisen. So entwickelte zum Beispiel Tim Berners-Lee das Internet am CERN auf einer solchen Workstation.

Im Jahr 1986 investierte Jobs fünf Millionen Dollar in das Animationsstudio Pixar, welches im Jahr 1995 den ersten, vollständig computeranimierten Film in die Kinos brachte. Toy Story gewann bei den Oscars Special Achievement Award, den Sonderoscar. Nachdem Disney im Jahre 2006 das Pixar-Studio übernahm, und Jobs mit einem Anteil von 50,1 Prozent an diesem, in den Verwaltungsrat Disneys aufgenommen wurde, war er größter Einzelaktionär Disneys. Im März 2010 hielt Jobs 138 Millionen Disney-Aktien. Am 18. März 1991 heiratete Jobs seine Frau Laurene Powell, mit der er drei Kinder hatte.

Mit dem Kauf von NeXT im Jahr 1996 trat Jobs wieder in das Unternehmen ein. Er war zunächst nur in beratender Weise tätig. Nach der Entlassung von Gil Amelio ein Jahr später wurde Jobs vorübergehender Geschäftsführer. 1998 wurde unter Jobs Führung der iMac eingeführt, welcher Apple wieder schwarze Zahlen schrieben lies. Mit der Präsentation des iPod, der dazu gehörigen Software iTunes und des iPhones schaffte Apple einen neuen Markt für digitalen Lifestyle, wie wir ihn heute kennen. An diesen Erfolg knüpfte Jobs im Jahr 2010 mit der Einführung des iPads an.

Jobs arbeitete mehrere Jahre hinweg für ein Jahresgehalt von nur einem Dollar, und steht somit in Guinness-Buch der Rekorde, als schlechtest bezahlter Geschäftsführer der Welt. Im Januar 2001 entfernte Apple das „vorübergehend“ aus dem Titel des Geschäftsführers.

Am 24. August 2011 trat Jobs als CEO von Apple zurück. Sein Nachfolger wurde Tim Cook, nachdem dieser Jobs, aufgrund seiner häufigen gesundheitlichen Probleme erfolgreich vertrat. Jobs wurde zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt, dessen Position er bis zum gestrigen Tag inne hatte.

Reaktionen auf seinen Tod

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Reaktionen auf seinen Tod

Wie bestürzt die Welt den Tod dieses Visionärs aufgenommen hat zeigt sich am besten in den Sozialen Netzen wie hier z.B. bei Twitter:

@RealKrisSurf:

There are three Apples that changed the world: the one Eve ate, the one that fell on Newton's head & the one that Steve Jobs built

@NinaPinas:

Jetzt kriegt 4S einen ganz anderen Sinn ... for Steve.

@borsato:

The best tribute for Steve Jobs is the fact everyone discovered his death on one of his devices.

@RicoHizon:

Steve Jobs born out of wedlock, put up for adoption at birth, dropped out of college, changed world. What's your excuse?

@LittleDevilcom:

Man muss kein Apple-Fan sein,um Steve Jobs' Leistung für den technischen Fortschritt der Menschheit zu würdigen...

@dop3j0e:

Ich besitze ja nicht ein einziges Apple-Produkt, aber das berührt auch mich. Ein großer Mann geht nach Hause.

@alshaalan:

The world lost an iCon.

 


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Über den Autor

Sebastian Siepmann