Eine neue Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums belegt, dass rund eine halbe Millionen Deutsche unter Internetsucht leiden. Den Großteil dabei belegen überraschend weibliche Nutzer.

In einer Studie, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit, wurden die Nutzungsverhalten verschiedener Altersgruppen im Internet untersucht. Als wichtigstes Augenmerk ist zu erwähnen, dass mehr als eine halbe Millionen Menschen in Deutschland süchtig nach dem Internet sind. Überraschend dabei: Mehr weibliche Nutzer gehören dazu.

Ein Prozent der 14 bis 64jährigen hat demnach ein starkes Verlangen nach der Nutzung des Mediums Internet, wie die Bundesdrogenbeauftragte, Mechthild Dyckmans, heute mitteilte. 4,6 Prozent, das entspricht ca. 2,5 Millionen Menschen, werden demnach als "problematische Internetnutzer" betrachtet.

Auffällig ist vorallem, dass in der Gruppe der 14 bis 16jährigen vorallem Mädchen als süchtig gelten. 4,9 Prozent dieser stehen im Verhältnis von 3,1 Prozent der Jungen. Knapp 77 Prozent der Mädchen geben an, soziale Netzwerke zu verwenden, was als starker Grund für die Sucht gilt.

Als Gründe für die Sucht werden u.a. der Verlust des Zeitgefühls, oder die Realitätsflucht genannt. Durch die Nutzung nehmen sogar einige der Betroffenen Nachteile, wie etwa das Fehlen in der Schule in Kauf. Dyckmans kündigte an, im kommenden Jahr einen Schwerpunkt auf die Computer- und Internetsucht zu legen. Die BGM gab im Anschluss an diese Studie bereits eine neue in Auftrag, die sich mit dem selben Thema beschäftigen soll.

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Sebastian Siepmann