Die Pokerwebsite Full Tilt Poker soll die Spieler um rund 440 Millionen US-Dollar betrogen. Ende Juni wurde bereits die Glücksspiellizenz zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Poker-Plattform Full Tilt Poker soll seine Spieler um 440 Millionen Dollar betrogen haben. So geht es aus einem Ergänzungsdokument der Staatsanwaltschaft hervor. Diese reichte Klage an einem New Yorker Gericht ein. Die Einlagen der Spieler seien nicht ausreichend abgesichert, um allen das Geld gleichzeitig auszuzahlen.

Bereits im Juni hatte das Portal seine Glücksspiel-Lizenz der britischen Kanalinsel Alderney verloren. Dies geschah auf Drängen der Staatsanwaltschaft. Zum Vorstand der Unternehmens gehören auch Howard Lederer und Christopher Ferguson. Zwei in den USA bekannte Gesichter in Sachen Poker. In den Augen des Staatsanwaltes Preet Bharara handelt es sich um eine Art Schneeballsystem. Die länger registrierten Spieler können durch Einlagen der neuen ausgezahlt werden.

Die Betreiber der Plattform versicherten zudem: "Obwohl jedwedes Geschäft dieser Natur unter den jetzigen regulatorischen Bedingungen komplex ist, sollen unsere Spieler wissen, dass Full Tilt Poker vollständig engagiert ist, sie komplett auszuzahlen und das Vertrauen in unser Unternehmen wiederherzustellen." In den USA ist die Seite bereits nicht mehr zu erreichen. In Deutschland kann noch auf diese zugegriffen werden, Pokern ist dort jedoch nicht mehr möglich.



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Sebastian Siepmann