Egal ob Bitcoins, Ethereum oder Ripple: Kryptowährungen sind derzeit beliebter als andere Anlagen. Vor einigen Monaten machte sogar die Meldung die Runde, dass der Bitcoin mehr wert sei als Gold. Doch was genau sind diese Krptowährungen und wie kann man sie bekommen? Alle Infos bei uns.

Was genau sind Kryptowährungen?

Kryptowährungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die bekanntesten sind Bitcoin, Ethereum und Ripple. Dabei werden Prinzipien aus der Kryptografie verwendet, um das kompllette System dieser Währung abzusichern und dezentral anbieten zu können. Durch diese dezentrale Arbeitsweise der Währung ist es möglich, ohne Instanzen wie etwa Banken handeln zu können. Sofern man im Besitz eines kryptologischen Schlüssels ist, so ist man auch Eigentümer von ebenfalls signiertem Guthaben. Diese Schlüssel werden in ebenfalls dezentral verwalteten Datenbanken, die untereinander verbunden sind (sog. Blockchain) gesichert.

Je nach Währung werden neue Schlüssel erzeugt (sog. Mining) und danach zum Kauf angeboten. Die Menge neu erzeugter Schlüssel ist festgelegt und kann nicht durch eine einzige Partei beschleunigt werden. Es wird bei Kryptowährungen keine Notenbank benötigt, die durch einen einzelnen Fehler zum Verfall der Währung sorgen kann. Jedoch können Inhabergeführte Währungen, wie es bei Ripple der Fall ist, den eigenen Regeln unterliegen.

In Deutschland wurde bislang einzig der Bitcoin rechtlich und steuerlich anerkannt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen hat den Bitcoin mit Devisen gleichgestellt, jedoch nicht als solche eingeordnet. Damit gilt der Bitcoin nicht als gesetzliches Zahlungsmittel oder eben Devisen.

Wie kann man Bitcoins kaufen?

Die beliebteste und derzeit wertvollste Kryptowährung ist der Bitcoin. Man kann schnell auf die Idee kommen, am Hype des Bitcoins teilhaben zu wollen. Schnell investieren und nach wenigen Tagen den Einsatz verdoppeln oder noch mehr gewinnen. Das ist der Wunsch vieler, doch nicht immer geht der Kurs nach oben. Innerhalb von einem Tag kann der Kurs auch einmal um 20 oder 30 Prozent einbrechen. Deshalb sollte nur mit Bitcoins handeln, wer auch in der Lage ist, diesen finanziellen Verlust auffangen zu können. Zudem unterliegen Bitcoins nicht der Einlagensicherung, die im Falle eines Bankrotts dein Geld sichern.

In Deutschland eignet sich für den Handeln mit Bitcoins die Website bitcoin.de die mit der Fidor Bank zusammenarbeitet, die als seriös gilt. Bei bitcoin.de kostet der Handel ein Prozent Provision, der zur Hälfte je von Käufer und Verkäufer getragen wird.

Um bei bitcoin.de handeln zu können ist natürlich ein Account notwendig, der zusätzlich über das Smartphone verifiziert werden muss. Danach muss das eigene Bankkonto mit bitcoin.de verbunden werden. Am einfachsten geht dies, mit einem neuen Bankkonto direkt bei der Fidor Bank, bei dem auch die Transaktionen schneller von statten gehen. Ansonsten ist eine Bestätigung über sofortüberweisung notwendig. Wer dazu nicht bereit ist, kann über bitcoin.de eine Verifikation über Postident beantragen, muss die Kosten dafür jedoch selbst tragen.

Der Handel bei bitcoin.de ist ähnlich aufgebaut, wie der bei ebay. Es gibt Gesuche und Angebote, die je nach Sitz der Bank, Vertrauen in den User bei bitcoin.de usw. Wenn man nun Bitcoins kaufen möchte, kann man nach Angeboten suchen, die dem eigenem Kaufwunsch entsprechen. Der Verkäufer sollte dabei allerdings immer vollständig verifiziert sein. Sofern ein Angebot angenommen wurde, friert bitcoin.de die Anzahl an Bitcoins auf der Konto des Verkäufers ein. Wenn das Geld beim Verkäufer eingegangen ist, werden die Bitcoins auf das eigene Konto übertragen. Dies geschieht innerhalb von ein bis zwei Tagen. Sofern ein Konto bei der Fidor Bank vorhanden ist, kann man die Bitcoins schon nach wenigen Momenten sein Eigen nennen.

Um die Bitcoins zu sichern, ist es möglich, einen Offline-Tresor anzulegen. Dafür gibt es Apps, wie zum Beispiel bither, die es für Android, iOS und Windows gibt. Wenn man dafür jedoch die Zugangsdaten vergisst, sind die Bitcoins auch verschwunden. Die Sinnhftigkeit eines Offline-Tresors ist jedoch nicht ganz unstrittig.



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Sebastian Siepmann