In der vergangenen Nacht war es mal wieder so weit. Was die Oscars für den Film sind, das sind die Emmys für Serien und TV-Shows. In der vergangenen Nacht wurden diese in Los Angeles verliehen. Mit dabei einige Überraschungen und auch verdiente Sieger. Ein Rückblick auf die Show.

In der vergangenen Woche wurden die Creative Arts Emmys verliehen. Bereits bei den handwerklicken und technischen Auszeichnungen räumte HBO mit Game of Thrones so richtig ab. Es regnete schon ganze neun Emmys für die Serie rund um Emilia Clarke und Kit Harrington. Die beiden konnten in der Nacht jedoch nicht persönlich zu weiteren Auszeichnungen beitragen. Sie beide waren in der Kategorie Bester Nebendarsteller / Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie nominiert, wurden jedoch nicht ausgezeichnet. Clarkes Kategorie wurde durch Maggie Smith, die in Downton Abbey mitspielt, gewonnen. Der "König des Norderns" wurde durch Ben Mendelsohn aus Bloodline ausgestochen.

Game of Thrones wurde jedoch als Beste Dramaserie ausgezeichnet und gewann damit gegen weitere herausragende Serien, teilweise ebenfalls von HBO. Nominiert waren neben der Gewinnerserie: House of Cards (HBO), Better Call Saul (AMC), Downton Abbey (PBS), Homeland (Showtime), Mr. Robot (USA) und The Americans (FX). Weitere Emmys räumte die Game of Thrones in den Kategorien Beste Regie für eine Dramaserie und Bestes Drehbuch für eine Dramaserie ab. Beide Emmys wurden für die Episode "Battle of the Bastards" ("Die Schlacht der Bastarde") vergeben.

Im Bereich Drama wurde als Beste Hauptdarstellerin Tatiana Maslany geehrt. Mit ihren unzähligen Rollen in der Serie Orphan Black, in der sie diverse Klone mit doch teilweise großem unterschiedlichen Aussehen spielt. Der Beste Hauptdarsteller in einer Dramaserie ist Rami Malek für sein Auftreten in USA Networks Mr. Robot.

Miniserien und Fernsehfilme

Im Bereich der Miniserien und Fernsehfilme geht The People vs. O.J. Simpson: American Crime Story als ganz großer Gewinner hervor. Die Anthologieserie von FX strich letzte Woche schon vier Emmys ein. Kein Wunder, steht sie an zweiter Stelle der Anzahl an Nominierungen. Insgesamt fünf Mal war die Serie in der Nacht noch nominiert. Und fünf Mal ging der Emmy auch an die Serie. Als Beste Miniserie, sowie Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Courtney B. Vance, Beste Hauptdarstellerin für Laura Paulson und Bester Nebendarsteller für Sterling K. Brown. Die beiden Kategorien Bestes Drehbuch und Beste Regie jeweils für Miniserien oder Fernsehfilm, gingen an D.V. DeVincentis bzw. Ryan Murphy.

Als Beste Nebendarstellerin war keine Schauspielerin aus dem Film nominiert, so konnte sich Regina King aus American Crime durchsetzen. Als Bester Fernsehfilm wurde die Folge Die Braut des Grauens von Sherlock ausgezeichnet.

Comedy

Als Beste Comedyserie wurde HBOs Veep ausgezeichnet. Der Beste Hauptdarsteller ist Jeffrey Tambor, der einen Transgender Vater in Transparent spielt. Das weibliche Pendant gewann Julia Louis-Dreyfus für die Rolle in Veep.

Die Show

Das Opening von Host Jimmy Kimmel war überraschend. So ließ er sich von einigen Nominierten und Besetzungen diverser Serien in Richtung der Verleihung fahren. Mit dabei Emilia Clarke, die anstelle eines Autos lieber Drogon nutzte und Julia Louis-Dreyfus. Besonders überraschend: Auch Jeb Bush war mit dabei.

Leider kam es in der Show nur wenig zu besonderen Highlights. Sei da die Essenspause während der Show. Kimmel schaltete live zu seiner Mutter, die im Microsoft Theatre ca. 7000 Sandwiches mit Erdnussbutter und Marmelade zubereitete. Diese wurden von dem jungen Cast von Stranger Things im gesamten Publikum verteilt.

Der Emmy-Gewinner Jeffrey Tambor rief während seiner Rede die Regiesseure, Produzenten und Schreiber dazu auf, doch auch Transgender Talenten eine Chance zu geben. Kurze Zeit später kam Laverne Cox auf die Bühne, und bedankte sich genau dafür. Die transsexuelle Schauspielerin spielt unter anderem bei Orange is the new black mit. Zu weiteren politischen und kritischen Statements ließ sich leider keiner der Gewinner ein. Schade eigentlich.

Der Liveticker zu den Emmys