In der Nacht auf Sonntag wurden in den USA die Emmys verliehen. Zuindest ein Teil. Seit geraumer Zeit werden die eher handwerklichen und technischen Kategorien eine Woche vor den Hauptkategorien verliehen. Dieses Jahr sogar an zwei Abenden. Großer Abräumer des ersten Abends: Game of Thrones.

Wieder einmal hat Game of Thrones satt abgeräumt. Und das bereits am ersten von insgesamt drei Abenden der Emmy Verleihung. Ja richtig. Die Emmys werden an drei Abenden verliehen. Bis im vergangenen Jahr waren es zwei, die handwerklichen und technischen Kategorien eine Woche vor den großen, bedeutenden. Da es jedoch mittlerweile so viele Kategorien gibt, werden diese auf drei Abende aufgeteilt.

Bei der ersten Verleihung ging es um die fiktionalen Programme, während der nächste Abend - heute - die non-fiktionalen Programme, wie etwa Dokumentationen in den Fokus nimmt. In der zurückliegenden Nacht wurden allerdings auch Werbung, Kinderprogramme, interaktive Inhalte sowie vier Schauspielkategorien ausgezeichnet.

Game of Thrones auf Rekordjagd

Dauerbrenner Game of Thrones hat bereits in der ersten Runde insgesamt neun Auszeichnungen eingeheimst. Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt acht. Die begehrter Auszeichnungen gab es in den Kategorien: Casting for a Drama Series, Prosthetic Makeup, Non-prosthetic Makeup, Costumes, Production Design, Stunt Coordination, Visual Effects, Picture Editing and Sound Mixing. Zusammen mit den beiden Emmys Casting for a Comedy Series für Veep und Outstanding Guest Actor in a Comedy Series für Girls kommt HBO schon jetzt auf insgesamt elf Auszeichnung. Kein Wunder, denn HBO startete bei den Emmys mit den meisten Nominierungen.

An zweiter Stelle der Sender logiert der Kabelsender FX mit nur einem Emmy weniger. Vier Auszeichnungen gab es für The People vs. O.J. Simpson: American Crime Story. Die Serie ist hinter Game of Thrones jene, mit den zweit häufigsten Nominierungen - 22. Bislang wurde The People vs. O.J. Simpson: American Crime Story für Casting, Hairstyling, Picture Editing und Sound Mixing ausgezeichnet. Fargo erhielt zwei Emmys für Cinematography und Sound Editing. Die  American Horror Story: Hotel bekam jeweils einen Emmy in Non-prosthetic Makeup und Costumes. Außerdem bekamen Archer (Creative Achievement in Interactive Media) und The Americans (Outstanding Guest Actress in a Drama Series) Emmys verliehen.

Die beiden weiteren Schauspiel-Kategorien gingen an Tina Fey und Amy Poehler in der Kategorie Outstanding Guest Actress in a Comedy Series für ihre gemeinsame Moderation von NBCs Saturday Night Live. Im übrigen die erste Auszeichnung für Amy Poehler, nach 17 Nominierungen. Leonardo DiCaprio lässt grüßen. Hank Azaria gewann für seine Nebenrolle in Showtimes Ray Donovan.

Amazon gewann bei den Emmys bereits nach der ersten Runde vier Emmys, für The Man in the High Castle (Main Title Design und Cinematography), Transparent (Production Design) und Mozart in the Jungle (Sound Mixing). Eine deutlich bessere Ausbeute als Netflix, die trotz 54 Nominierungen bislang nur einen Emmy, Marvel's Jessica Jones (Outstanding Main Title Theme Music), verbuchen können.

Auch die hierzulande von ProSieben als Allzweckwaffe eingesetzte CBS Serie The Big Bang Theory konnte eine Auszeichnung (Picture Editing) ihr eigen nennen.

Die komplette Liste aller bislang verliehenen Emmys findet ihr bei der Television Academy. Die Verleihung der Hauptkategorien findet in der kommenden Woche in der Nacht von Sonntag auf Montag statt. Hierzulande liegen die Rechte für die Ausstrahlung bei TNT Serie. Wir tickern live auf unserer Website und bei Twitter.



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Sebastian Siepmann