Im Jahr 2006 kam das Spiel Dead Rising, produziert von Capcom, auf den Markt. Leider kam es in Deutschland nie zu einer Veröffentlichung. Das Spiel wurde durch die USK nicht freigegeben. Weitere Spiele folgten, die auch nicht in Deutschland zu kaufen waren. Eingefleischte Fans jedoch kennen die Story um Reporter Frank West in Willamette, Colorado. Nun verfilmte Legendary Digital Media ein Spin-Off des bekannten Spiels. Unsere Review.

Eine Kleinstadt in den USA. Das Zombie-Virus ist mal wieder ausgebrochen. Reporter Chase (Jesse Metcalfe u.a. Gegen jeden Zweifel) und seine Kamerafrau Jordan (Keegan Connor Tracy, u.a. Final Destination 2, Bates Motel) sind in die infizierte Zone gefahren, um die ganz große Story zu bekommen und das Unternehmen bekannter zu machen. Die infizierten bekommen das Gegenmittel Zombrex, dass sie menschlich bleiben lässt. Doch schnell stellt sich heraus, es ist alles andere als das, was die Menschen menschlich sein lässt.

Die beiden Reporter werden getrennt, und Chase bleibt allein zurück in der "Zone". Dort findet er eine kleine Gruppe, mit der er sich durchkämpfen möchte, während Jordan außerhalb dieser in Quarantäne kommt. Sie sorgt dafür, dass Chase und seine Mitstreiterinnen überleben und besorgt notwendige Informationen beim zuständigen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde. Chase berichtet live im Fernsehen über die Lage in der "Zone". Mit ungeahnten Folgen...


Zombie-Fans kommen bei dieser Mischung aus The Walking Dead und The Night of the living Dead voll auf ihre Kosten. Doch man muss dazu sagen, dass dieser Film nicht unbedingt etwas für die reinen TWD-Fans ist. Einige Parallelen sind vorhanden, doch nicht immer sind die Zombies gleich. Bei The Walking Dead sind die Untoten reine Fressmaschinen, die nur noch vor sich hin vegetieren. Bei Dead Walking: Watchtower hingegen haben sie noch einige menschliche Züge, sind zum Beispiel im Umgang mit Schusswaffen vertraut.

Für Fans der Dead Rising Reihe von Capcom ist dieser Film ein absolutes Must-See. Bekannte Gesichter aus dem Spiel, zum Beispiel Reporter Frank West (Rob Riggle, u.a. 21 Jump Street, Hangover), der das Willamette-Desaster überlebt hat, sind zu sehen.

Viele kleine "Ungereimtheiten", wie ein Handy, das über die komplette Dauer des Films nicht leer ist, und alles andere als brauchbare Waffen sind zu verzeihen. Auch wenn niemand mit einem Katana-Dolch kämpfen kann. Die Kettensägen-Schwerter tun ihr übriges.

Gerade dann, wenn es darum geht, das Fehlverhalten der US-Regierung in Frage zu stellen endet der Film. Schade eigentlich, wo dieses Thema in der aktuellen Zeit doch mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Hier hätten wir vom Regisseur doch einige Antworten erwartet.

Dead Rising: Watchtower ist ein Film, der sich für Zombie-Fans absolut lohnt. Diese kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Auch wenn der Film in die Kategorie Horror fällt, gibt es nicht viel, was diesem Genre entspricht. Einzig und allein die Zombies und eine Szene etwa in der Mitte des Films lassen den Zuschauer - minimal - erschrecken. Horror ist hier nicht viel gegeben. Diese Meinung kann allerdings auch aufgrund von enormer The Walking Dead-Erfahrung abgestumpft sein. Die Zombies jedoch laden zum jubeln ein. Tolles Kostümdesign und jede Menge Special Effects - wenn auch nicht immer perfekt gelungen - machen den Film zu einem Horror-Action-Hit. Wer schon immer einen Clown-Zombie sehen wollte, der sollte sich dieses Film ansehen!

DVD und Blu-ray von Dead Rising: Watchtower kommen unter anderem mit einem Special zu den Waffen auf dem Film und einem Making of Bonzo. Die Laufzeit des Films beträgt 118 Minuten. Dead Rising: Watchtower ist ab 18 Jahren freigegeben.

Zu haben ist Dead Rising: Watchtower ab dem 31.07.2015 auf Blu-ray, DVD und als Steelbook.


Zusammenfassung

Ein Film, für Zombie-Fans. Verwöhnte Zuschauer von The Walking Dead und Co werden jedoch nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen. Der Plot ist eher eintönig, die Maskenbildner haben jedoch einen guten Job gemacht. Wir sind der Meinung einfach einmal ansehen.

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Sebastian Siepmann