Das Medienunternehmen Axel Springer, bekannt für die "BILD" und "Die Welt", sowie der TV-Konzern ProSiebenSat.1, dem unter anderem noch Kabel 1 angehört, sprechen laut Walt Street Journal über eine Fusion. Ein riesieger Medienunternehmen könnte entstehen.

Spannende Nachrichten am Vorabend der Jahresprogrammpräsentation der ProSiebenSat.1 Media AG. Dem Wall Street Journal zu Folge möchten die Axel Springer SE und der TV Konzern fusionieren. Gespräche darüber sollen aktuell laufen. Sollte es zum Zusammenschluss kommen, hätte das neue Unternehmen, so das Journal, einen Wert von 14,4 Milliarden Euro.

Auf Anfrage des Medienmagazins DWDL.de hieß es nur "Kein Kommentar.", bezüglich der Gespräche. Diese befänden sich sowieso erst in einem sehr frühen Stadium. Die ProSiebenSat.1 Media AG sei im Falle der Fusion auch der Senior Partner, also der gewichtigere von beiden.

Bereits im Jahr 2005 legte Axel Springer ein Angebot über 3 Milliarden Euro vor, dass jedoch durch das Bundeskartellamt sowie die KEK, Kommision zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich, nicht zugelassen wurde. Springer klagte daraufhin und bekam 2014 - acht Jahre nach dem zurückgezogenen Angebot - Recht, das eine Übernahme unter gewissen Gesichtspunkten doch in Ordnung sei.

Springer drängt schon länger in das TV-Geschäft, kaufte die AG im Dezember 2013 doch den Nachrichtensender N24, der zusammen mit der Welt zur WeltN24 GmbH verschmolz. Die Anteile an Talpa, die u.a. Newtopia produzieren, wurden zuletzt veräußert, um sich ausschließlich auf N24 konzentrieren zu können.

Wie es weiter geht mit einer möglichen Fusion der beiden Konzerne lässt sich derzeit nicht abschätzen. Wir blieben dran und berichten weiter.



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Sebastian Siepmann