Der Fernsehsender HBO aus den USA streamt seine TV-Serien ins Netz. Ähnlich wie die Mediatheken der Sender hierzulande verlangt HBO eine monatliche Gebühr dafür. Auch Nutzer außerhalb der USA interessieren sich für die Streaming-Dienste. Allen voran aufgrund von Serien wie Game of Thrones oder True Blood. Nun schmeißt HBO Nutzer raus, die nicht aus den USA kommen.

HBO Now - ein Pendant zu den Mediatheken der deutschen Privatsender - ist ein exklusives Angebot für Apple-Nutzer. Für 15 Dollar im Monat kann auf das gesamte Serien-Angebot von HBO zugegriffen werden. Dazu zählen Sendungen wie Game of ThronesTrue Blood und Boardwalk Empire. Auch älteren Serien und Filme gehören zum Repertoire.

Die australische Website The Age und auch Torrentfreak berichten, dass mehrere Nutzer Mails von HBO erhalten haben. In diesen Emails wurde gedroht, dass der Account deaktiviert werde, wenn sich die Nutzer nicht telefonisch melden würden. weil erkannt wurde, dass von außerhalb der USA auf das Angebot zugegriffen wurde. Das Abo laufe jedoch weiter, wenn der Nutzer nicht selbstständig kündige.

Die Nutzer sollen nach Angaben von The Age Dienste wie Getflix oder Unlock.us genutzt haben, einem VPN Dienst, der Geoblockaden umgehen kann. Allerdings verwendeten sie auch australische Kreditkarten für die Abrechnung des Dienstes.

Bei der Nutzung eines VPN-Tunnels zu HBO handelt es sich nicht unbedingt um eine Straftat, vielmehr ist es ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von HBO Now. Der Dienst ist ausschließlich für die USA bestimmt.

Nicht nur HBO nutzt Geoblockaden. Auch Netflix und Amazon benötigen diese Dienste, da häufig Einschränkungen bestehen, wie zum Beispiel aktuell bei der dritten Staffel House of Cards. Die Rechte für die Ausstrahlung in Deutschland liegen derzeit bei Sky, obwohl es sich hierbei um eine Netflix-Produktion handelt. 



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Sebastian Siepmann