Die vier größten Kinoketten der USA boykottieren den Spielfilm "Beasts of No Nation", dessen weltweite Verfilmungsrechte Netflix für 12 Millionen Dollar gesichert hat. Zeitgleich zum Kinostart möchte Netflix den Film auch auf der eigenen Plattform zeigen, doch dagegen sträuben sich die Betreiber.

Video-on-Demand Anbieter Netflix sicherte sich unlängst die Rechte an der Verfilmung des Romans Beasts of No Nation. Nun gaben die vier größten Kinoketten der USA bekannt, dass sie den Film nicht zeigen werden, da Netflix sich nicht an die bisherigen Verzögerungen bei Veröffentlichungen halten will.

Die Vertreter von AMCRegalCinemark und Carmike haben gegenüber Variety angekündigt, dass sie an der Verzögerung von mindestens 90 Tagen zwischen Kinostart und Veröffentlichung zu Hause festhalten wollen.

Beasts of No Nation gilt bereits jetzt als ein Oscar-Kandidat für das kommende Jahr. Der Film handelt von Kindersoldaten in Afrika. Eine der Hauptrollen spielt Idris Elba, der bereits Golden Globe und Emmy Nominierungen auf seinem Konto hat. Produziert wird der Film von Participiant Media, die unter anderem auch den bei den diesjährigen Oscars als Bester Dokumentarfilm ausgezeichneten Film Citizenfour produziert haben.

Der ebenfalls von Netflix veröffentlichte Film The Square wurde in den USA auch nicht von den großen Kinoketten gezeigt.


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Sebastian Siepmann