Wie jedes Jahr im Januar verkündigt die AMPAS (Academy of Motion Picture Arts and Sciences) die Nominierten der diesjährigen Oscars. Eigentlich gibt es wieder kaum Überraschungen bei den Nominierten Filmen. Und sogar zwei deutsche Oscar-Hoffnung.

Die Komödien "Grand Budapest Hotel" und "Birdman" trumpften bei den Nominierungen der diesjährigen Oscars voll auf. Mit jeweils neun Nominierungen gibt es riesige Chancen für beide Filme, der Film des Jahres zu werden. Dahinter folgt mit acht Nominierungen "The Imitation Game". Mit jeweils sechs Nominierungen versehen wurden "Boyhood", das auch bei den Golden Globes schon abgeräumt hat, sowie Clint Eastwoods Biopic "American Sniper".

Das hochgelobte Drama "Selma" über den amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. wurde hingegen häufig nicht genannt. Weder in der Kategorie Beste Regie noch in der Bester Hauptdarsteller. Eine Nominierung als Bester Film erging jedoch schon.

Eine große Überraschung ist jedoch die neunfache Nominierung von "Grand Budapest Hotel". Der Film feierte im vergangenen Jahr Premiere auf der Berlinale und geriet schon ein wenig in Vergessenheit.

In der Kategorie Beste Hauptdarstellerin hingegen gab es kaum Überraschungen. Erwartungsgemäß wurden Julianne Moore ("Still Alice"), Resse Witherspoon ("Der große Trip - Wild"), Rosamunde Pike ("Gone Girl") und Felicity Jones ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") nominiert. Die einzige Überraschung ist die Französin Marion Cotillard ("Zwei Tage, eine Nacht"), da das Sozialdrama nicht einmal auf der Shortlist für den Besten fremdsprachigen Film zu finden war.

Bradley Cooper ("American Sniper") schob sich in letzter Sekunde noch in die Riege der Nominierten als Bester Hauptdarsteller. Des Weiteren noch Benedict Cumberbatch ("The Imitation Game"), Michael Keaton ("Birdman"), Steve Carrel ("Foxcatcher") und Eddie Redmayne ("Die Entdeckung der Unendlichkeit").

In der Kategorie Bester Dokumentarfilm besteht gleich doppelt Hoffnung für eine deutschen Goldjungen. Die deutsch-amerikanische Koproduktion "Citizenfour" über den Whistleblower Edward Snowden ist ebenso nominiert wie Wim Wenders Film "Das Salz der Erde".

Die wichtigsten Nominierungen im Überblick:

Bester Film

"American Sniper"
"Birdman"
"Boyhood"
"The Grand Budapest Hotel"
"The Imitation Game"
"Selma"
"Die Entdeckung der Unendlichkeit"
"Whiplash"

Bester Hauptdarsteller

Steve Carell für "Foxcatcher"
Bradley Cooper für "American Sniper"
Benedict Cumberbatch für "The Imitation Game"
Michael Keaton für "Birdman"
Eddie Redmayne für "Die Entdeckung der Unendlichkeit"

Beste Hauptdarstellerin

Marilon Cotillard für "Zwei Tage, eine Nacht"
Julianne Moore für "Still Alice"
Reese Witherspoon für "Der große Trip- Wild"
Felicity Jones für "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Rosamund Pike für "Gone Girl"

Bester Nebendarsteller

Robert Duvall für "Der Richter"
Ethan Hawke für "Boyhood"
Edward Norton für "Birdman"
Mark Ruffalo für "Foxcatcher"
J.K. Simmons für "Whiplash"

Beste Nebendarstellerin

Patricia Arquette für "Boyhood"
Laura Dern für "Der große Trip- Wild"
Keira Knightley für "The Imitation Game"
Meryl Streep für "Into the Woods"
Emma Stone für "Birdman"

Bester Filmsong

"Everything Is Awesome" aus "The Lego Movie"
"Glory" aus "Selma"
"Grateful" aus "Beyond The Lights"
"I'm Not Gonna Miss You" aus "Glenn Campbell..I'll Be Me"
"Lost Stars" aus "Can A Song Save Your Life?"

Beste Regie

Richard Linklater für "Boyhood"
Alejandro González Iñárritu für "Birdman"
Bennett Miller für "Foxcatcher"
Wes Anderson für "Grand Budapest Hotel"
Morten Tyldum für "The Imitation Game"


Oscars Special

Dieser Artikel ist Teil unseres Oscars Specials

Die Oscars sind der begehrteste internationale Filmpreis für Schauspieler und Filmemacher. Der Goldjunge wird jedes Jahr im Februar im Dolby Theatre verliehen.

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Über den Autor

Sebastian Siepmann