Am vergangenen Sonntag wurde das PlayStation Network (PSN) Ziel eines gezielten DDoS-Angriffs durch die Hacker-Vereinigung "LizardSquad". Wie kurze Zeit später bekannt wurde, waren auch das Battle.net von Blizzard sowie die "League of Legends"-Server Ziel eines weitreichenden DDoS-Angriffs. Weitere Umstände führten nun dazu, dass sich das FBI eingeschaltet hat.

Ein Hackerangriff ist heute nichts besonderes mehr. 4You2Connect zum Beispiel erleidet am Tag rund 100 bis 1000 Angriffe, die jedoch unbemerkt in den Logfiles unserer Server verschwinden. Doch ein Hackerangriff auf weltweit agierende Firmen lässt sich kaum vertuschen. Das ging früher nicht und geht heute in Zeiten von Twitter und Co erst recht nicht mehr. Und wenn dann auch noch das Netzwerk betroffen ist, dass zum Spielen mit der PlayStation benötigt wird, dann berichten sämtliche Medien davon.

Einige Zeit, nachdem die Angriffe auf das PSN bekannt wurden, vermeldeten auch Riot, Publisher von "League of Legends" sowie Blizzard (World of Warcraft, Starcraft, Diablo), dass auch sie Opfer eines weitreichenden DDoS-Angriffs geworden sind. Dies fiel jedoch nicht unmittelbar auf, da die Server weiterhin online waren. Die Hacker-Vereinigung "@LizardSquad" verbuchte sämtliche Angriffe für sich.

Wenngleich der Angriff auf Netzwerkinfrastrukturen eine strafbare Handlung ist, so wird es die meisten Menschen eher weniger interessieren. In den sozialen Netzwerken regten sich hauptsächlich Spieler darüber auf, da sie eben nicht dem Genuss ihrer Konsole frönen konnten. Weniger zu Konsolen hingezogene ließen eher etwas wie "Ja und? Dann greifen die halt an. Passiert ja nichts." verlauten.

Doch am Sonntag verbreitete sich auch schnell die Meldung, dass Sony-Online-Entertainment CEO, John Smedley, in einem Flugzeug saß, dass aufgrund einer Bombendrohung notlanden musste. Via  Twitter informierte das Kollektiv, dass der Flug mit einer Bombe versehen sein. Ein anonymes Bekenntnis?

Nun ermittelt das FBI um den Fall aufzuklären. Ebenfalls weniger erschreckend ist das Bekenntnis der Hacker-Gruppe zum Terrornetzwerk IS (Islamischer Staat), dass derzeit immer und immer wieder in den Medien zu sehen ist.

Was ist eigentlich ein DDoS-Angriff?

Distributed Denial of Service ist der Angriff von verschiedenen Systemen auf die Infrastruktur eines Unternehmens oder einer Website. Durch den Angriff, beispielsweise einer Website, kann der Server nicht mehr alle Anfragen beantworten, da es zum Teil zu einer erheblich überhöhten Anzahl der Anfragen kommt. So kann man mit einem einzigen Programm mehr als 100.000 Anfragen gleichzeitig absetzen. Ein normalen Webserver ist für diese "Anfragenflut" nicht ausgelegt und kann nicht mehr reagieren. Er gibt seinen Dienst zwar nicht auf, jedoch wird gilt das Prinzip "first come, first serve". Wer zuerst eine Anfrage an den Server richtet, bekommt zuerst die Antwort. So ist eine Website für den normalen Nutzer kaum noch erreichbar.


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Sebastian Siepmann