Die App der ARD-Vorzeigesendung, der Tagesschau sorgt weiterhin für viel Ärger. Axel Springer Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner schlägt Kompromiss vor.

Der Streit um die Tagesschau-App geht weiter. Der Vostandsvorsitzende des Axel-Srpinger-Verlages, zu dem u.a. die Bild und Die Welt zählen, Mathias Döpfner, schlägt vor, dass Videos und Audiobeiträge uneingeschränkt durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten zur Verfügung gestellt werden dürfen, es bei Textbeiträgen jedoch Einschränkungen geben solle. Texte sollen demnach nur zu marktüblichen Preisen angeboten werden dürfen.

[caption id="attachment_1016" align="alignleft" width="80" caption="Tagesschau für das iPhone"]QR-Code[/caption]Durch seinen Vorschlag werden Trennlinien zwischen den Radio- und TV-Beiträgen gezogen, welche bereits über die GEZ-Gebühren bezahlt werden. Nur so könne die friedliche 'Koexistenz' von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten beibehalten werden, so der 48-jährige während der Medienwoche auf der IFA in Berlin.

Die deutschen Verleger hatten im Juni eine Wettbewerbsklage eingereicht, da die Tagesschau-App zu viel Text beinhaltet und somit den Verlagen eine enorme Konkurrenz sei. Im Gegensatz dazu wurde die App des ZDF von Verlegern begrüßt, da diese auf die Mediathek des Senders zugreife, und somit Filme und Sendungen anzeigt.[caption id="attachment_1043" align="alignright" width="80" caption="Tagesschau für Android"][/caption]

RBB-Intendantin Dagmar Reim betonte auf der IFA, dass die Tagesschau zu den Kernaufgaben der ARD gehöre, und es aus diesem Grund keinerlei Lösung wäre, für eben diese Geld zu verlangen. Gerade im Internet sei eine Trennung von Bild und Text kaum möglich. Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte, dass auch ARD und ZDF die Möglichkeit haben müssen, sich in der digitalen Welt weiter zu entwickeln.

Quelle: Newsecho.de



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Sebastian Siepmann