Nach 17 Jahren erhält Doom das Prädikat ab 16. Ab sofort darf es verkauft werden, und noch viel besser, auch gespielt. Wir sagen euch, wo ihr es herbekommt.

Nach 17 Jahren ist es endlich soweit. Doom verlässt den Index und darf frei verkauft werden. Bei der neuerlichen Prüfung durch die USK, erhielt das Game das Prädikat ab 16. Somit zeigt sich, dass das Spiel wirklich nicht gefährdend ist.

Am 25. Mai 1994 entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) - Vorgänger der heutigen BPjM - Doom nicht zum Verkauf frei zu geben. Als Grund wurden "Tötungshandlungen mit blutig zerfetzten gegnerischen Körpern aufwendig dargestellt und akustisch untermalt (Geräusch der Waffe, Todesschreie)" genannt. "Mit seiner spekulativen, effektheischenden Aufbereitung blutiger Metzelszenen", setze das Spiel "im Wesentlichen auf ein beim potentiellen Nutzer vermutetes voyeuristisches bzw. sadistisches Interesse".

[caption id="attachment_1043" align="alignleft" width="150" caption="Doom Cover"][/caption]Die BPjM entschied sich, nach 17 Jahren das Spiel vom Index zu nehmen, da "die in Doom präsentierten Gewaltszenen nach heutigen Maßstäben weder als detailliert noch als realistisch/realitätsnah einzustufen" seien. Ebenfalls vom Index wurde die zweite Version von Doom - Hell on Earth - gestrichen. Dies gilt jedoch nur für die deutsche Version. Die US-Amerikanische bleibt weiterhin unter Verschluss.

Nach spätestens 25 Jahren, hätte das Spiel auch ohne die Zustimmung der Bundesprüfstelle den Index verlassen. Ob für 2019 ein Remake des Klassikers geplant war, ist bisher nicht bekannt. Wer jedoch bis dahin ein wenig den Spaß an Doom zurückhaben möchte, den interessiert sicher der Download der Kollegen von Chip. Auf der Website wird ein Download der Vollversion von Doom angeboten. Dieser funktioniert jedoch leider nur unter Windows 95 bis XP. Für alle anderen Nutzer empfiehlt sich die Web-Applikation, die unter allen Systemen läuft.

Bild- / Quelle: Chip.de



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Sebastian Siepmann