Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat vor dem Landgericht Berlin gegen die europäische Niederlassung des Spielepublishers Blizzard geklagt. Grund dafür sind einige Klauseln in den Nutzungsbedingungen des Online-Spiels World of Warcraft.

Das Landgericht Berlin hat einer Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband stattgegeben. Insgesamt neun Klauseln in den Nutzungsbedingungen sind, so das Urteil, nicht rechtens. Dazu zählt zum Beispiel die Passage, dass eine fehlgeschlagene Zahlung von Kreditkarte, oder vom Bankkonto durch Rückbuchung oder Buchungsfehler zu einer Sperrung und Löschung des Accounts führt. Dies gelte sogar dann, wenn der Fehler bei Blizzard und nicht beim Nutzer lag.

Des Weiteren behielt sich Blizzard vor, eine vorzeitige Kündigung nur zu akzeptieren, wenn World of Warcraft mindestens 72 Stunden nicht erreichbar ist. Egal ob durch angekündigte Wartungen, oder durch Serverausfälle.

Das größte Problem sah die Verbraucherzentrale jedoch in der Klausel, in der Blizzard sich das Recht vorbehält "sämtliche in dieser Vereinbarung enthaltenen Regeln und Bedingungen zu modifizieren, zu erweitern, auszutauschen oder zu löschen". Neben den Zugangsmethoden betrifft diese Klausel auch Preise und Kosten, sowie Gebühren, die Blizzard als "nützlich" für das Spiel empfindet.
Das Urteil des Landgerichtes ist noch nicht rechtskräftig. Blizzard hat jedoch die Nutzungsbedingungen noch einmal überarbeitet.



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Sebastian Siepmann