Jaurès


Jaurès Plakat
Gemeinsam mit einer Freundin, der Schauspielerin Eva Truffaut, schaut der Filmemacher Vincent Dieutre alte Aufnahmen, die er über Monate aus dem Fenster der Wohnung seines (mittlerweile Ex-) Geliebten Simon gemacht hat. Sie zeigen das Geschehen unweit der Pariser Metrostation Jaurès. Die Jahreszeiten vergehen - Winter, Frühling, Sommer. Wir sehen zufällige Straßenszenen, die vorbeifahrende U-Bahn, den Kanal, das aus Plastikplanen und Kartons unter der Brücke gebaute Camp afghanischer Flüchtlinge, die Polizei-Razzien und schließlich die Räumung des Camps. In fast flüsterndem Ton kommentieren Truffaut und Dieutre die teilweise durch comichafte Übermalung veränderten Bilder. Ihr Gespräch mischt sich mit den Geräusche im Film: denen von draußen und den Alltagsgeräuschen und Gesprächsfetzen aus der Wohnung. Obwohl wir meist mit den beiden aus dem Fenster nach draußen sehen, erfahren wir ebensoviel über das Innen. Für Dieutre war Simon, Gewerkschafter und Bürgerrechtler, ein Held. „Simon hat mich wieder gelehrt, was Mitgefühl heißt.“ Entstanden ist ein ebenso poetischer, wie persönlicher und politischer Essayfilm über Liebe, Erinnerung und Verlust.
Kinostart: 08.08.2013
Laufzeit: 1 Stunde 22 Minuten
Altersfreigabe: ab 0 Jahren
Verleiher: Arsenal Institut
Genre: Dokumentation